Auf meinem Notebook mit Opensuse und nur 512 MB Arbeitsspeicher läuft leider kein Lightroom. Weil ich am Wochenende unter Umständen in die Versuchung gerate auch ohne den heimischen PC ein paar Bilder zu entwickeln, habe ich mir heute das RAW-Plugin für GIMP installiert.
Das für GIMP notwendige Plugin UFRaw kann von der Webseite heruntergeladen und ohne größeren Aufwand installiert werden.
Für die meisten Linux Distributionen gibt es fertige Pakete, bzw. kann das Paket UFRaw-gimp bei vielen Distributionen auch über die Paketverwaltung installiert werden.
Ich habe es mit Opensuse, Ubuntu und Windows getestet, die Installation klappte bei allen ohne Probleme. Ausgerechnet auf meinem Notebook funktioniert es nicht ganz so reibungslos. Die Bilder haben alle einen Rosa-Stich, dachte erst meine Kamera währe kaputt. Ich habe noch keine Idee wie das zustande kommt, ist aber bestimmt nur eine Einstellungsache.
Jemand eine Idee wie man das Problem lösen kann? Das einfachste wird wohl sein einfach eine vernünftige Distribution zu installieren. Opensuse ist eigentlich nur noch aus Faulheit auf meinem Notebook installiert.
Durch das Schärfen im Helligkeitskanal wird genau dort geschärft wo die Helligkeitsunterschiede am deutlichsten sind. Der Vorteil an dieser Methode ist, das z.B. JPG-Artefakte oder Farbrauschen nach dem Schärfen nicht so stark hervortreten.
Als erstes sollte die Hintergrundebene dupliziert werden, damit man später einen Vergleich zum Originalbild hat.
Ebene > Ebene duplizieren
Zum Schärfen im Helligkeitskanal muss das Bild in seine farbigen Bestandteile zerlegt werden.
Farben > Komponenten > Zerlegen
Als Farbmodus wird HSV gewählt, nach bestätigen der Auswahl wird automatisch eine neue Datei mit einer Graustufendarstellung geöffnet. Alle Kanäle bis auf die Wert Ebene müssen ausgeblendet werden (klick auf das Auge), danach die Wertebene markieren.
Im nächsten Schritt wird die Ebene mit dem “Unscharf maskieren” Werkzeug geschärft.
Filter > Verbessern > Unscharf Maskieren
In meinem Beispielbild habe ich folgende Werte verwendet:
- Radius: 2,5
- Menge: 0,70
- Schwellenwert: 40
Nach bestätigen des Dialoges müssen die Änderungen wieder in die ursprüngliche Datei übertragen werden.
Farben > Komponenten > Wieder zusammenfügen
Im Ursprungsbild kann man nun das Ergebnis betrachten. Ist die Schärfung zu schwach oder zu stark können weitere Änderungen in der noch geöffneten HSV-Datei vorgenommen werden. Danach muss das Bild erneut zussammengefügt werden.
Um mit GIMP Bilder in Schwarzweißbilder umzuwandeln gibt es verschiedene Möglichkeiten, die ich nachfolgend näher erleutern werde.
Die wohl einfachste Möglichkeit alle Farben aus einem Bild zu verbannen, ist es den Bildmodus zu ändern.
Diese Einstellung findet man im Bildfenster im Menü “Bild > Modus”. Wenn man dort den Modus auf Graustufen ändert werden die Farbinformationen des Bildes verworfen, übrig bleiben nur noch die Hell-Dunkel-Werte des Bildes als Graustufen.
Über das Menü “Farben > Entsättigung” werden die Farbinformationen eines Bildes gelöscht.
Mehr Handlungsfreiraum bietet der Kanalmixer, zu finden ist er im Menü “Farben > Komponenten > Kanalmixer”. Mit diesem Werkzeug können die Farbanteile von rot, grün und blau im Bild bestimmt werden. Auch bei einem entsättigten Bild. Durch aktivieren des Kontrollkästchens “Monochrom” wird das Bild in Graustufen umgewandelt.
Wenn man noch das Kontrollkästchen “Leuchtstärke erhalten” aktiviert kann man über die Regler die Helligkeit und den Kontrast des Schwarzweißbildes anpassen.
Man kann die Fotos auch in reine Schwarzweiß-Grafiken umwandeln (d.h. keine Graustufen wie oben vorgestellt). Das funktioniert über “Farben > Schwellwert” hier kann über den Schieberegler die Stärke der Schwarzweiß-Umkehrung beeinflusst werden.
Hierbei werden allerdings keine Verläufe und Helligkeitsabstufungen im Bild berücksichtigt.
Über das Menü “Bild > Modus > Indiziert” kann man eine reine Schwarzweiß-Grafik erzeugen, die auch Helligkeitsverläufe simuliert. Hierzu muss zunächst die Option “Schwarz/Weiß-Palette (1 Bit) verwenden” gewählt werden. Dann kann im Auswahlmenü “Farbrasterung” die Methode für die Streuung gewählt werden.
Ich habe mich dazu entschlossen meine Bilder mit GIMP und nicht mit Produkten aus dem Hause Adobe zu bearbeiten. Für mich bietet diese Bildbearbeitungssoftware folgende Vorteile:
1. Es ist für Linux verfügbar. Ich muss es nicht wie Photoshop emulieren (was zwar funktioniert, aber nicht 100% zufriedenstellend)
2. Es bietet einen ähnlichen hohen Funktionsumfang wie Photoshop
3. Es wird ständig weiterentwickelt und durch neue Funktionen verbessert
4. Es ist kostenlos
Leider ist GIMP auch etwas umständlicher als Photoshop und bietet kaum Assistenten und automatische Funktionen, die einem die Arbeit erleichtern.
Deswegen werde ich mich in der nächsten Zeit etwas in das Thema einarbeiten und meine Fortschritte hier in Form von Anleitungen festhalten.
Das ist natürlich nicht ganz uneigennützig, denn es hilft mir das gelernte besser zu verstehen und auch schnell wieder zu finden, wenn ich es wieder vergessen habe.