Wenn man schnell mal eine Datei von einem PC zum andern kopieren möchte und keine Lust hat auf FTP oder NFS zurückzugreifen, dann hat man unter Linux mit SCP die Möglichkeit die Daten schnell und einfach zu transferieren.
Einzige Voraussetzung ist das auf beiden Clients SSH aktiviert ist und der SSH-Port offen ist.
dann kann man mit dem befehl “scp” gefolgt von der zu kopierenden Datei und den Zielangaben die Datein transferieren:
$ scp DATEI user@ZielHost:/home/user/
Wenn der PC von dem die Datei übertragen werden soll ein anderer ist als der auf dem wir uns befinden muss man folgendes eingeben:
$ scp user@QuellHost:/pfad/zur/Datei.txt user@ZielHost:/home/user/
Die Funktion “-r” bewirkt das die komplette Ordnerstruktur samt unterordnern kopiert wird. Benutzerrechte werden hierbei nicht berücksichtigt.
Mit dem Programm PSCP kann man auch von einem Windows-Client Dateien mittels SCP übertragen.
Ich habe E17 gestern Abend noch fertig installiert und heute ein bischen mit den Themes rumgespielt und auch eins gefunden was mir sehr gut gefällt.
Muss zugeben mir ist dabei fast einer abgegangen, weil es so genial aussieht. Gibt nichts besseres als E. Ich bin wirklich heilfroh das ich den Weg von OpenSuse zurück zu Gentoo gefunden habe.
Es macht einfach nur Spaß das System einzurichten. Dauert zwar alles ewig, aber es lohnt sich.
Habe Freitag Abend gegen 20:00 Uhr mit der Installation angefangen und war 1:00 Uhr mit der Grundinstallation des Systems fertig. Die wichtigsten Sachen wie Firefox, Gimp, Kmail etc. fehlen alle noch, aber hauptsache der Augenschmeichler läuft.
E17 (Enlightenment) ist ein sehr schön anzusehender Windowmanager. Er kann sehr gut angepasst werden und bietet eine gute Mischung aus Eyecandy und Performance.
E17 befindet sich zwar noch im Betastadium, ist aber schon sehr stabil und bereitet keine Probleme.
Weil sich E17 noch nicht im Portage-Tree befindet muss es über CVS installiert werden.
Um Enlightenment unter Gentoo zu installierten gibt es zwei Möglichkeiten. Über Script oder über Emerge. Ich stelle hier beide Varianten vor.
>>> Installation von E17 mit dem easy_e17 Script <<<
Als Vorbereitung müssen dazu folgende Pakete auf dem System installiert werden:
# emerge xorg-x11 cvs xine-lib libxslt dbus taglib sqlite libmpd giblib subversion curl
Danach kann E17 einfach mit einem Script installiert werden: easy_e17.sh. Dieses Script downloadet über CVS die neuste Entwicklerversion von E17 und kompiliert sie.
Befehl zum installieren:
# sh easy_e17.sh -i
Befehl zum updaten:
# sh easy_e7.sh -u
>>> Installation von E17 mit emerge <<<
Als erstes benötigen wir layman, das ist ein Tool um in Portage neue Paketequellen hinzuzufügen und zu verwalten:
# emerge layman
Layman aktualisieren und eine aktualisierte Liste der verfügbaren Overalys herunterladen:
# layman -f
Enlightenment hinzufügen:
# layman -a enlightenment # echo "source /usr/portage/local/layman/make.conf" >> /etc/make.conf
Die Pakete sind Maskiert, um sie installieren zu können müssen sie vorher demaskiert werden. Dies geschieht am einfachsten indem man sich einen Ordner package.keywords anlegt. Alternativ kann man auch in eine Textdatei “package.keywords” eingetragen werden.
# mkdir /etc/portage/package.keywords
Enlightenment zu package.keywords hinzufügen (Symlink erstellen):
# ln -s /usr/portage/local/layman/enlightenment/scripts/package.keywords.livecvs /etc/portage/package.keywords/enlightenment.livecvs.keywords
Damit E17 Ordentlich arbeitet braucht es noch ein paar USE-Flags. diese werden im Ordner “/etc/portage/use/” abgelegt. Ggf. muss dieser noch erzeugt werden:
# mkdir /etc/portage/use
dann die Datei “enlightenment.use” anlegen:
# nano /etc/portage/use/enlightenment.use
In der Datei werden folgende Einträge gemacht:
x11-libs/e_dbus X x11-libs/evas X png svg xpm x11-libs/ecore X curl
Wenn alles richtig gemacht wurde, kann e17 jetzt mit emerge installiert werden:
# emerge -av eina eet evas ecore embryo edje efreet e_dbus enlightenment
Quellen: Gentoo Wiki, Gentoo Overlays
Nachdem, wie zu erwarten das OpenSuse Update von 11.0 auf 11.1 nicht ohne Probleme verlaufen ist, habe ich gestern noch ein paar Wiederbelebungsversuche gestartet und versucht es wieder gerade zu biegen.
Meine Versuche sind leider gescheitert. Somit lief alles auf eine Neuinstallation von OpenSuse hinaus. Da sich dieses Spiel jedesmal wenn die Entwickler eine neue Version herausbringen weiderholt, habe ich mich dazu entschieden wieder auf Gentoo umzuschwenken.
Gentoo hatte ich früher jahrelang auf meinem Notebook im Einsatz und war hochzufrieden damit, bis die Hardware versagt hat und mein mühsam eingerichtetes System verloren war.
Danach hatte ich nie wieder die Zeit oder Gedult ein neues Gento zu installieren.
Die Installation von Gentoo ist mit sehr viel Aufwand verbunden. Alles muss von Hand installiert und eingerichtet werden werden. Für jedes Programm wird der Quelltext kompiliert, was sehr langwierig ist. So dauert die Installation der kompletten KDE-Oberfläche schon mal bis zu 24 Stunden.
Es dauert zwar lange und ist mit mehr Aufand verbunden, aber wenn es einmal läuft dann läuft es! Und das über Jahre, bis die Hardware versagt. Weiterhin hat man die volle Kontrolle über das System, man kann problemlos entscheiden welche Programmversionen installiert werden sollen und auch den stable (stabile getestete Softwareversionen) und unstable (die neusten Softwareversionen, teilweise weniger getestet und unzuverlässiger) Paketzweig miterinander kombinieren. Es ist sehr schlank und schnell, weil alle Programme für die Hardware angepasst und optimiert werden auf der sie laufen.
Es ist nicht so aufgeblasen und träge wie OpenSuse und 100% auf die eigenen Bedürfnisse anpassbar. Das rechtfertigt meiner Meinung nach den wesentlich höhreren Installations- und Konfigurationsaufwand. Außerdem taucht man tiefer in die Materie ein und lernt zu verstehen wie die Dinge funktionieren und muss sich nicht auf Hilfen oder Wizzards verlassen und damit begnügen das es funktioniert.
Heute hat die neue OpenSuse Version 11.1 das Licht der Welt erblickt. Laut den Entwicklern sind über 230 neue funktionen integriert worden.
Für mich gehören zu den wichtigsten Verbesserungen die Integration des neuen OpenOffice 3.0 und der neuen GIMP Version.
Ich bin gespannt, mein Update läuft gerade. Zwei lange Stunden noch, bis ich feststellen darf das mir das Update das ganze System zerschossen hat und ich doch alles neu installieren darf.