Weil es mich schon lange nervt, das meine Systemzeit nie stimmt und sie sich (warum auch immer) nach einem Reboot wieder verstellt, nachdem ich sie eingestellt habe. Habe ich den Entschluss gefasst, das es so einfach nicht weitergehen kann und kurzerhand den NTP-Client installiert, um die Uhrzeit beim booten immer Sekundengenau mit einem NTP-Server aus dem Internet abzugleichen.
Folgend eine kurze Anleitung wie man dies einfach umsetzen kann.
Als erstes muss die Zeitzone stimmen. Für Mitteleuropäische Zeit wird “CET” verwendet.
Mit “date” kannst Du dir anzeigen lassen, welche Zeitzone aktuell gesetzt ist. Um die Zeitzone anzupassen kopiere die passende Zone nach /etc/localtime:
# cp /usr/share/zoneinfo/CET /etc/localtime
Als nächstes muss der NTP-Client-Dienst installiert werden:
# emerge -av ntp
Die NTP-Server sollten in der Datei /etc/ntp.conf angepasst werden, ist aber nicht zwingend erforderlich.
Bsp.:
# Pools for Gentoo users
#server 0.gentoo.pool.ntp.org
#server 1.gentoo.pool.ntp.org
#server 2.gentoo.pool.ntp.org
#server 3.gentoo.pool.ntp.org
#
server 0.de.pool.ntp.org
server 1.de.pool.ntp.org
server 2.de.pool.ntp.org
server 3.de.pool.ntp.org
Eine aktuelle Liste der deutschen Pool-Server findest du auf der NTP-Homepage
Um die Zeit beim Booten automatisch mit dem Internet abzugleichen:
# rc-update ntp-client add default
Zum Schluss kannst Du dich über eine Sekundengenaue Uhrzeit freuen.
Der gute alte Pinguin wird in den Urlaub geschickt, ein Tasmanischer Teufel übernimmt die Urlaubsvertretung.
Als ich diese Neuigkeit heute morgen, auf der Suche nach Kaffee, in der Chip gelesen habe, wollte ich es erst nicht glauben. Es ist der 1. April, da war ich auf Scherze vorbereitet. Doch das konnte natürlich nicht sein, denn diese Ausgabe der Chip gab es ja auch schon vor dem 1. April, außerdem war die Begründung auch ganz einleuchtend. Aber etwas befremdlich finde ich es schon, dass das Markenzeichen quasi ausgetauscht wird (wenn auch nur für drei Monate).
Diese Aktion soll auf die Situation der auf Tasmanien Lebenden Tiere hinweisen, welche vom Aussterben bedroht sind.
Das neue Maskottchen findet erstmals in der Version 2.6.29 des Linux Kernels seinen Auftritt.
Es währe schön wenn diese Aktion den Tieren helfen kann. Wer sich mehr über die Situation der Teufel informieren möchte, kann dies hier tun und das Projekt mit einer Spende unterstützen.
Wenn man unter Gentoo ein Programm aus dem unstablezweig installieren möchte, kann man es in die Datei /etc/portage/package.keywords bzw. /etc/portage/package.unmask eintragen, um sie zu demaskieren.
Problematisch wird es wenn das zu installierende Paket Abhängigkeiten besitzt welche sich ebenfalls im Testzweig befindet. Um nicht jede Datei einzeln in die entsprechende Datei eintragen zu müssen gibt es das Programm autounmask.
# emerge autounmask
Die Benutzung ist einfach:
# autounmask category/package-version
z.B.
# autounmask media-sound/amarok-2.0.1.1
Damit werden alle für das Programm notwendigen Abhängigkeiten automatisch in die Datei /etc/portage/package.keywords eingetragen.
Nachfolgend eine Anleitung wie man Gentoo der deutschen Sprache mächtig macht.
Locales sind Informationen die von den meisten Programmen genutzt werden um die Spracheinstellungen des Systems zu ermitteln.
Um die Locale Systemweit zu setzen muss die Datei “/etc/env.d/02locale” bearbeitet werden, der Eintrag in der Datei sollte so aussehen:
LANG="de_DE.utf8@euro" # Setzt die Locale Systemweit auf Deutsch mit €-Zeichen LC_COLLATE="C" # Einstellung für die alphabetische Sortierung
Es muss env-update ausgeführt werden um dem System die Änderungen der Locale mitzuteilen:
# env-update source /etc/profile
Danach sollte der X-Server neugestartet werden.
Mit dem Befehl “locale” kann man überprüfen ob die Einstellungen übernommen wurden:
$ locale
Damit die Lokalisierung bei Programmen die es unterstützen funktioniert, müssen sie mit der USE-Flag “nls” (native language support) kompiliert werden (USE-Flag in /etc/make.conf hinzufügen).
Zusätzlich gibt es noch die LINGUAS-Lokalisierungs-Variable welche für die Lokalisierung von spezifischen Programmen wie kde-i18n oder OpenOffice zuständig ist. Diese Variable wird in der /etc/make.conf gesetzt:
LINGUAS="de"
Um ein deutsches KDE zu bekommen muss die LANG-Variable in der Datei “/etc/env.d/02locale” gesetzt sein. Danach das Paket “kde-i18n” installieren:
# emerge kde-i18n
Wenn KDE die Sprache nicht automatisch auf deutsch umstellt muss dies ggf. noch im Kontrollzentrum eingestellt werden.
Damit OpenOffice auf deutsch installiert wird muss die LINGUAS-Variable gesetzt sein. Danach OpenOffice über portage installieren, um die deutsche Version zu erhalten.
Über Portage gibt es leider keine deutsche Version von Firefox, was uns aber dennoch nicht daran hindert dem Fuchs deutsch beizubringen.
Zuerst muss auf der Seite Firefox Nightly Builds die Datei “de.xpi” heruntergeladen werden. Diese Datei findet man unter:
VERSION-candidates (z.B. 3.0.5-candidates) / buildX / linux-xpi / de.xpi
Nach einem Klick auf die Datei “de.xpi” will Firefox diese als neues Plugin bzw. Erweiterung installieren, hier einfach zustimmen.
Um Firefox auf deutsch umzustellen in der Adresszeile “about:config” eingeben.
Der Wert von “general.useragent.locale” muss auf “de” geändert werden. Nach einem Neustart des Programms spricht Firefox deutsch.
Um Befehle als normaler Benutzer ausführen zu können, für die man root-Rechte benötigt gibt es das Programm sudo.
# emerge sudo
Die Konfiguration wird in /etc/sudoers gespeichert. Diese Konfigurationsdatei sollte nur mit dem Editor “visudo” bearbeitet werden. Visudo stellt sicher, das die Datei nicht von mehreren Benutzern gleichzeitig bearbeitet wird, erhält die Berechtigungen und überprüft die Syntax.
Die grundlegende Syntax sieht so aus:
user host = command
Um zum Beispiel einem Benutzer zu gestatten den Befehl “halt” zu verwenden, muss der folgende Eintrag in der Datei /etc/sudoers gemacht werden:
username localhost = /sbin/halt
Um einer Gruppe den Zugriff auf bestimmte Befehle zu gestatten, muss der Benutzername durch den Gruppennamen mit vorrangestellten % ersetzt werden.
%users localhost = /sbin/halt
Standardmäßig wird der Benutzer beim Ausführen eines Befehls nach seinem eigenen Passwort gefragt, um Missbrauch vorzubeugen. Das kann mit NOPASSWD umgangen werden:
%users localhost = NOPASSWD: /sbin/halt