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Stefan von Shockmotion.de hat mich mit (s)einem Stöckchen beworfen. Tolle Sache das, weil es mein erstes Stöckchen ist macht es gleich doppelt soviel Spaß. Die drei Fragen von Stefan habe ich bereits bei den Kommentaren in seinem Artikel beantwortet.

Die Regeln: Man stellt seinen Lesern 3 Fragen und diese können sie dann in den Kommentaren beantworten.

Folgende Fragen bitte ich Euch in meinen Kommentaren zu beantworten und anschließend das Stöckchen weiter zu werfen.

1. Wie bist Du zur Fotografie gekommen?
2. Was begeistert Dich am Fotografieren am meisten?
3. Was sind die drei wichtigsten Erfahrungen die du mit der Fotografie bis jetzt gesammelt hast?

Ich werfe das Stöckchen an folgende Blogs weiter:

Volltrecker
Heiko Keim Fotografie
2×1=10

Meine Wahl ist auf diese drei gefallen, weil hinter diesen Blogs interessante persönlichkeiten stehen und ich gerne mehr über sie erfahren möchte.

Dieser Artikel wurde am: 17.06.2009 um 22:47 Uhr unter der Kategorie Drumherum veröffentlicht. Tags: , ,


  1. kristof

    1. ein freund hat mich dazu gebracht als er sich eine d80 zulegte. weil ich schon immer gerne kreativ gearbeitet habe, wollte ich mich neben dem webdesign auch mit der fazination der fotografie probieren.

    2. ich finde es total toll welche einzigartitgen momente man mit der fotografie einfangen kann. leider gibt es viele solcher momente, aber nicht immer hat meine eine kamera dabei :)

    3. man sollte immer darauf achten das der akku auch geladen ist wenn man eine fototour plant ;) … und ansonsten sollte man sich durch nichts davon abringen lassen seinekreativen ideen in die tat umzusetzen.

  2. Markus

    Urks … wo ich Stöckchen so mag. :/
    Na ja, wenn ich in den Kommentare antworte, sieht’s ja vielleicht keiner … :)

    Das ich überhaupt fotografiere, daran ist hauptsächlich meine Familie schuld. Meine Eltern haben mir früher einen Fotoapparat geschenkt, den ich auch gerne genutzt habe. Wirklich hängen geblieben ist, dass sie mir immer gesagt haben, wie schön meine Fotos wären. Das war natürlich haushoch gelogen, aber die Notlüge verzeihe ich ihnen. :) – Aufbauend war es allemal. Hm, ich erinnere mich, dass wir während eines Spazierganges einmal ein Reh im Wald haben stehen sehen. Da ich den Apparat dabei hatte, habe ich es natürlich fotografiert. Irgendwann, als die Bilder zurück kamen, fand sich darunter ein recht aussagefreies Bild von einem Wald, mit dem ich nichts anfangen konnte. Wir haben dann zusammen entschlüsselt, dass der Grund für das Bild das etwa einen halben Millimeter große … etwas … in der Mitte sein sollte – ein Reh, na klar. Da war ich das erste Mal über den Fotoapparat enttäuscht – Er tat eben doch nicht ganz das, was ich wollte. Aufgehört habe ich dann mit … will nicht lügen … 10? … als es mir irgendwann peinlich wurde, dass meine Eltern meine Fotos aus der Drogerie durchgesehen haben. Dann vergingen ein paar Jahre; Mein Bruder kaufte sich irgendwann eine Sony F828 und ab da hat mich das Thema wieder gepackt. Da mein Vater sich “regelmäßig” neue Digitalkameras gekauft hat (wegen der Megapixel, hehe), habe ich mir irgendwann eine vom ihm geborgt und wieder losgelegt – weniger mit dem Ziel, Ideen zu visualisieren, als mit der Prämisse, Fotos zu schießen. Entsprechend schnappschusslastig war dann auch die “Ausbeute”. Das ging dann so bis Mitte 2005; Etwas zuvor war ich auf einer Kursfahrt nach London unterwegs, bewaffnet mit einem (analogen) Fotoapparat. Dort lief ein Schulkamerad mit einer Spiegelreflex umher, und als ich dann im Nachhinein die Bilder von ihm mit den Bildern von mir vergleichen konnte, wurde mir klar, wo der Weg hingehen muss. Dann wurde es irgendwann Mitte, Ende 2005 und ich habe mir meine erste DSLR gekauft und begonnen, mich in die Arbeiten anderer Fotografen zu verlieben.

    Was begeistert mich am Meisten? Ich glaube, im Kern ist es, zu sehen, wie schön die Welt eigentlich ist, wenn man sie gezielt betrachtet. Das Auge und den Fokus auf etwas zu richten, das man sonst nicht losgelöst betrachtet, und daraus resultierend das schmeichelnde Spiel mit der Schärfe und Unschärfe. Ich bin mir diesbezüglich leider viel zu wenig selbsttreu, aber was mich wirklich antreibt ist das Bestreben, die Feinheiten der Natur, und vielleicht die Zeit selbst, festzuhalten. Unglaublich fasziniert bin ich von Portraits, aber das ist für mich selbst noch Neuland – obzwar ich es für die Königsdisziplin der Fotografie halte.

    Die drei wichtigsten Erfahrungen … jetzt muss ich mir was kluges aus den Fingern saugen … Moment … :)
    - Handschuhe. Handschuhe und winddichte Kleidung, sowie wetterfeste Schuhe. Das merke ich jeden Winter, wenn ich draußen bin: Solange man in Bewegung ist, ist alles in Butter. Aber stell erstmal dein Stativ auf und bereite dein Foto vor, dann merkst du schon recht schnell, wie arschig das Wetter manchmal sein kann. Mit Handschuhen und Softshell-Jacke ist es zwar immernoch saukalt, aber man kann sich eine halbe Minute länger konzentrieren, ohne nur noch den Gedanken im Kopf zu haben, möglichst schnell nach Hause zu kommen. In der selben Riege spielen auch: Kleingeld für den Zwischenstopp beim Schnellimbiss und: Thermoskanne mit heißem Schwarztee.
    - Kritik. Einstecken können. Es führt kein Weg daran vorbei, wenn man es wirklich ernst meint. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich das erste Mal ordentlich den Kopf gewaschen bekommen habe (siehe auch Kurt #24). Ich weiß noch, wie stolz ich auf einige Bilder war, als ich sie gemacht habe – und wenn ich sie mir heute ansehe, möchte ich sie am liebsten aus der Geschichte radieren. Wenn es anderen Menschen nur halb so geht, wie mir an dieser Stelle, dann ist es eigentlich leicht, zu verstehen, wieso manche Kommentare etwas weniger flauschig ausfallen. Mit einigen Kommentaren habe ich früher nicht viel anfangen können, geprägt habe sie mich aber trotzdem. Manchmal dauert es einfach ein Bisschen, bis das Wissen und das Begreifen zusammenfinden. Jedenfalls bei mir. :) In Summe: Kritik ist gut. Sogar ein “Scheißbild” ist besser als zwanzig “Super!”
    - Zeit nehmen ist wichtig. Mein letzter Sprung auf’s analoge Mittelformat mit einer Kamera, die weder Belichtungsmesser, noch sonst irgendwelchen Komfort bietet (abgesehen vom überdimensionalen Lichtschachtsucher) hat mir ziemlich deutlich gezeigt, dass es viel mehr Spaß macht, sich fünf Minuten um ein Bild zu kümmern, als in einer Minute fünf Bilder zu schießen. Meine DSLR habe ich auf High-Speed-Serienmodus gestellt, das macht in aller Regel ein bis drei Auslösungen pro Knopfdruck je nach Belichtungszeit. Ohne Stativ ist das hilfreich, weil das erste Bild meist verwackelt ist. Danach schaut man auf’s Display und macht das Foto eventuell nochmal. Schön und gut, aber der Thrill ist doch ein ungemein anderer, wenn man pro Film nur 12 Bilder zur Verfügung hat und das Bild nicht sehen kann. Also stehe ich da, mit Belichtungsmesser und Notizbuch und grübele lieber einmal zuviel als einmal zuwenig, ob auch alles stimmt. Egal, ob die Bilder am Ende Meisterwerke werden oder nicht, man hat einen ganz anderen Bezug zu ihnen.

    Alle Klarheiten beseitigt? :)

  3. kristof

    und ich hatte mich kurz gefasst :/

  4. Markus

    Wir haben gleichzeitig geschrieben, keine Chance also. :) Komm mir irgendwie auch blöd vor …

  5. Heiko

    Vielen Dank für das Stöckchen …
    Hier die Antworten:
    1. Rumgeknipst habe ich schon als jugendlicher aber richtig ernsthaft habe ich begonnen zu fotografieren als ich meine Frau kennenlernte. Sie ermutigte mich auch meine erste DSLR, eine EOS400D zu kaufen.

    2. Gute Frage, am meissten beistert mich das man durch die Fotografie das Sehen nochmal neu erlernt. Man nimmt seine Umwelt anders wahr.

    3. Die drei wichtigsten Erfahrungen, die ich gemacht habe sind:
    – Der Fotografie wird nicht der Wert zuerkannt, welchen sie eigentlich verdient hätte
    – Wie ich unter 2 schon geschrieben habe, man lernt anders zu sehen und genießt
    plötzlich Dinge, die vorher selbstverständlich waren.
    – Fotografieren kann süchtig machen!

  6. Wer bist du und warum fotografierst du? - voll-strecker.de

    [...] gute Johannes hat mich mit einem Stock beworfen und wollte ein paar Informationen haben. Hat er auch bekommen, [...]