Nach 30 Tagen Projekt 365 habe ich gemerkt das sich die Umsetzung dieses Vorhabens schwieriger gestaltet als angenommen.
Jeden Tag ein Bild zu machen hört sich leicht an, war aber in der Praxis oft ein Problem.
An manchen Tagen fehlt einfach die Zeit, die Lust, es mangelt an Ideen oder es will einfach nichts klappen. Aus diesem Zwang heraus dann ein Bild zu machen ist frustrierender als ein paar Taage keine Bilder zu machen.
Oft ist nur irgend ein Mist dabei herausgekommen, der mit schlechtem Gewissen online gestellt wurde. Ganz dem Motto: “Toll ist es zwar nicht, aber besser als nichts”.
Aus diesem Grund werde ich das Projekt beenden. Trotzdem werde ich auch weiterhin versuchen so viele Bilder wie Möglich unter der Woche zu machen.
Einen Trost gibt es, ich bin an dieser Aufgabe nicht alleine gescheitert. Der Post von Uwe hat mir die Entscheidung etwas erleichtert, die mich schon seit Tagen quält.
Als Fazit ziehe ich aus dieser Übung, das mich das Projekt durch die tägliche Auseinandersetzung mit der Materie weitergebracht hat. Es aber es in meinem kleinen Zeitrahmen nicht praktikabel ist. Ich möchte Fotos nicht aus einem Zwang heraus auf Knopfdruck machen müssen, sondern weil ich es will und wann ich es will.
ich finde das projekt an sich wirklich ziemlich interessant, aber wie du schon beschrieben hast steckt die quantität wirklich zurück, wenn man einmal am tag auf die schnelle kreativ sein möchte … ich denke man sollte sich nicht selbst unter druck setzen, wenn man will dann fotografiert man auch oder wenn man eine kreative idee hat lebt man sie auch gerne aus, wenn man die möglichkeit dazu hat.
Meiner Meinung nach machst du einen wichtigen Schritt in diesem Projekt. Du ziehst die Notbremse zu dem Zeitpunkt, an dem du es für richtig hälst. Ich als Außenstehender sehe zwar seit einiger Zeit deine Bemühungen um dieses Projekt, aber ich denke, ich kann mich eher über qualitativ hochwertige Bilder alle paar Wochen freuen, als jeden Tag etwas mittelmäßiges (nicht böse gemeint, aber du sagtest es ja schon selbst).
Vor allem denke ich, dass du noch in der Bildnachbearbeitung zulegen kannst, wenn du nicht jeden Tag schnell etwas online stellen willst/musst. Diese dauert nämlich auch gerne mal etwas länger, wie man weiß :)
Vielleicht müssen die Bilder auch gar nicht immer nach vorgegebenen Themen entstehen, sondern einfach mal aus der Ästhetik der Sache heraus. Wenn du nicht gerade Werbefotograf werden willst, finde ich das gar nicht weiter schlimm.
Mach’ auf jeden Fall weiter mit der Fotografie und setze dich selbst nicht zu sehr unter Druck. Ich denke, dann wirst du schnell noch mehr aus der Lust heraus lernen, als aus dem Zwang. Viel Erfolg!
Da hat der Alex mal wieder den Nagel auf dem Kopf getroffen. Eigentlich kann man da fast nichts mehr hinzufügen.
Auf jeden Fall denke ich du hast eine super Erfahrung gewonnen und dies wird dich in Zukunft anders die Dinge betrachten.
Ich kenne das Projekt auch noch aus deinem anderen Blickwinkel, nämlich der der Dokumentation. Da liegt das Ziel nicht bei den schönen ästhetischen Bildern, sondern seinen Tag ungekünstelt zu dokumentieren. Ich denke, dass ist auch noch mal eine ganz andere Sache.
Auf jeden Fall bin ich gespannt, was in Zukunft noch für Fotos von dir folgen werden.