Bei mir auf Arbeit sind wir bemüht die häufigsten Arbeitsabläufe wie z.B. Installationen oder Reparaturen durch Checklisten zu vereinheitlichen. Das ist eine gute Sache, denn so kann man sich hinterher sicher sein das man auch nichts vergessen hat.
Wenn es auf Arbeit klappt warum nicht auch beim Fotografieren? Einen positiven Effekt hat es auf jeden Fall. Ich werde gezwungen mehr darüber nachzudenken was ich tue und nicht einfach nur wild darauf los zu knipsen.
Ich habe damit bekonnen ein grobes Grundgerüst aufzustellen:
Ist das Motiv fett?
Gefällt mir das Motiv / kann es mich begeistern?
Beleuchtung
Reicht das Licht aus?
Brauche ich einen Blitz?
Brauche ich zusätzliche Lichtquellen?
ISO
Automatisch oder Manuell?
Ggf. erhöhen wenn das Licht nicht reicht und ohne Stativ fotografiert werden soll
Blende
Bei Landschaft möglichst kleine Blende für hohe Tiefenschärfe
Nahaufnahmen möglichst große Blende um Objekt hervorzuheben
Macht es Sinn ein Stativ zu verwenden?
Weißabgleich
Ist die Lichtsituation schwierig, Weißabgleich ggf von Hand machen?
Macht bei der Lichtsituation ein anderer WB-Modus Sinn um bestimmte Effekte zu erzielen?
Bildausschnitt / Aufbau
Ist das Hauptmotiv klar erkennbar?
Sind führende Linien vorhanden?
Alle möglichen Stand- und Blickpunkte ausprobiert?
Nachbearbeitung
Farbverbesserung
Kontrastverbesserung
Ggf. Beleuchtung anpassen
Verkleinern
Ggf. Nachschärfen
Das sind die Wichtigsten Punkte, welche mir bis jetzt eingefallen sind. Es fehlen mit Sicherheit noch viele Details, die beachtet werden sollten. Fallen Euch weitere Punkte ein die man der Liste hinzufügen kann?
Was denkt Ihr, macht so eine Checkliste Sinn, oder ist sie in einem kreativem Prozess wie der Fotografie eher hinderlich?